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„Nicht gut genug“

13th July 2016

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Dieser Eintrag ist der Dritter in einer Reihe, die den Titel trägt „Fallgruben des Christentums“. In dieser Reihe erklären verschiedene Autoren allgemeine Missverständnisse, denen Menschen erfahrungsgemäß begegnen, die Christen sind oder werden wollen. Diese „Fallgruben“ stehen alle in Aussagen des Buches Schritte zu Jesus, in welchem die Autorin die Herausforderungen erklärt, denen „viele“ begegnen. Das Zitat für den jetzigen Artikel lautet: „Wie viele glauben, dass sie nicht gut genug seien, sich Christus zu nahen!“ Weg zu Christus, 21.—Der Verfasser.

Ein Mädchen mit gebrochenem Herzen schneidet sich überall am Arm—nicht gut genug. Ein junger Mann läuft von Zuhause weg, gibt all sein Geld für Parties und Drogen aus—nicht gut genug. Ein Erwachsener kämpft sein ganzes Leben um seine Gesundheit, eine Behinderung die ihn davon abhält seine Träume zu verfolgen—nicht gut genug.

Hast du dich schon mal so gefühlt als wärst du nicht gut genug? Nicht gut genug in deiner Familie, unter deinen Freunden, in der Gesellschaft, der Schule oder vielleicht nicht gut genug am Arbeitsplatz? Diese Gefühle mögen verwandt sein, oder nicht, mit einem noch schlimmeren Zustand: Sich nicht gut genug für Gott zu fühlen!

Das Herz ist trügerisch

„Wie viele glauben, dass sie nicht gut genug seien, sich Christus zu nahen!.“ Weg zu Christus, 21. Es ist wahr, dass „das Herz ein trotzig und verzagt Ding“ ist. Jer 17,9.

„Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg.“ Jes 53,6. Wir sitzen alle im selben Boot. Wir haben uns alle von dem Hirten abgewandt und haben den Pfad der Gerechtigkeit verlassen. Wir suchen nach dem verlorenen Teil wahrer Freude irgendwo anders. Wie auch immer, Jesaja 53,6 hört nicht mit diesem Gedanken auf. Im nächsten Vers heißt es: „Aber der Herr warf unser aller Sünden auf ihn.“ Während wir uns den Weg der Zerstörung ausgesucht haben, nahm Jesus unser aller Schuld auf sich!

Du kannst sagen, dass das nicht auf dich zu trifft, weil du so tief in Problemen versunken bist, und noch immer nicht gut genug für Jesus bist und es noch immer keine Hoffnung für dich gibt. Nun lass uns schauen was die Bibel noch dazu sagt.

„Meine Sünde wiegt zu schwer!“

Einige haben das Gefühl, dass sie so oft gesündigt haben, dass sie nicht mehr zu Gott zurückkehren können. Vielleicht hast du Angst, dass du die unvergebbare Sünde begangen hast (die Sünde gegen den Heiligen Geist), voller Reue schaust du auf die schlechten Entscheidungen deiner Vergangenheit. Aber das selbst dient als Beweis, dass der Heilige Geist an dir arbeitet und Gott dich nicht verlassen hat. Du weißt, der Geist wurde gesagt, um „der Welt die Augen auf(zu)tun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht.“ Joh 16,8.

Schau dir Paulus an—ein Gotteslästerer, Verfolger und Mörder. Er sagt mit Zuversicht: „Das ist gewisslich wahr und ein Wort, des Glaubens wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, die Sünder selig zu machen, unter denen ich der erste bin.“ 1. Tim 1,15. Paulus tat Buße und Gott gebrauchte ihn mächtig, um das Evangelium in die Welt zu tragen.

Was bist du wert?

Stell dir vor ich habe einen hundert Euro Schein in meiner Hand und möchte ihn dir geben. Willst du ihn haben? Natürlich! Sagen wir mal ich zerknülle und entstelle ihn. Willst du ihn immer noch? Sicherlich ja! Nun werfe ich es auf den Boden und trete drauf, es ist voller Staub. Warum willst du es immer noch? Nun, weil es noch immer denselben Wert hat! Egal wie viele Falten es hat und wie staubig es ist, es ist ein hundert Euro Schein.

Wieviel bist du wert? Tausend Euro, hunderttausend Euro? Du bist es wert, dass der Sohn Gottes seine Herrlichkeit und Ehre im Himmel aufgibt, hier auf diese dunkle, sündige Erde kommt, um für dich zu sterben. Was für ein erstaunlicher Wert! Es kommt noch besser, der Vater ließ seinen Sohn gehen und riskierte damit alles um die Menschheit zu retten. So wie der Hirte die neunundneunzig Schafe verlässt, um nach dem einen verlorenen Schaf zu suchen, wäre Jesus auch für dich gestorben, wenn du der einzige wärst. „Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesagt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.“ Joh 3,17. Wir waren bereits verdammt als er kam, aufgrund unserer Sünde.

Was sollen wir tun?

Maria Magdalena war eine Frau mit einem schlechten Ruf. Aus ihr trieb Jesus sieben böse Geister aus. Einige Kommentatoren glauben, dass Sie die Frau war, die in Johannes Kapitel 8 beim Ehebruch ertappt wurde. Jesus hat ihre Sünden vergeben und sie wollte ihm dafür ihre Dankbarkeit zeigen. Sie hat gehört wie er von seinem Tod sprach. Also kaufte sie ein sehr teures Parfüm und fing an ihn zu salben. Sie fiel weinend zu seinen Füßen nieder, wusch sie mit ihren Tränen und trocknete sie mit ihrem langen Haar.

Der beste Ort, zu dem du gehen kannst, wenn du Probleme hast ist zu Jesu Füßen. Halte dich an diesem großen Versprechen fest: „Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.“ 1. Joh 1,9. Es ist irrelevant wie sündig du dich fühlen magst, weil „(w)o aber die Sünde mächtig geworden ist, da ist doch die Gnade noch viel mächtiger geworden.“ Rö 5,20. „(…) wenn uns unser Herz verdammt, Gott größer ist als unser Herz und erkennt alle Dinge.“ 1. Joh 3,20.

Der arme Zöllner betete, „Herr, sei mir Sünder gnädig.“ Luk 18,13. Er hielt sich selbst für einen sehr bösen Menschen und andere sahen ihn in demselben Licht. In sich, hat er sich nicht gut genug gefühlt, und doch spürte er ein Bedürfnis und griff nach seiner einzigen Chance. Mit einer Last der Schuld und Schande kam er vor Gott und bat um Gnade. Was für ein gewaltiger Kontrast zu dem stolzen und selbstgerechten Gebet des Pharisäers!

Denke einmal über dieses interessante Zitat von Ellen White nach:

„Es gibt einige Lektionen, die nicht anders erlernt werden können als nur durch Niederlagen. Petrus war nach seiner Verleugnung ein besserer Mann. Der Herr lässt es zu, dass seine Kinder versagen; und wenn sie von ihre Fehler bereuen, hilft er ihnen auf sicherem Boden zu stehen.“—Ellen White, Review and Herald, 16. Dezember, 1902 [eigene Übersetzung].

Es gab Hoffnung für den armen Zöllner, für Paulus, Petrus und für Maria Magdalena, und es gibt sicher Hoffnung für dich, mein Freund, egal wie deine Situation aussieht, oder deine Sünde sein mag.

Wenn du dir deiner Sündhaftigkeit bewusst bist, dann warte nicht bis du besser bist. Wir können niemals durch unsere eigenen Bemühungen besser werden. Allein Gott kann uns durch seine Gnade helfen. Geh so wie du bist zu Jesus, bekenne deine Sünden, gib ihm dein ganzes Leben täglich hin und er wird dich gewiss annehmen und dich auf den Weg des Lebens führen.

Bibeltexte LU84.

Christian Hjortland ist Leiter und Redner für [Empower Missions] (www.empowermissions.org)