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Familie – Eine höhere Erfahrung

23rd December 2015

In unserer Kultur wird erwartet, dass man viel arbeitet und das tue ich. Ich habe einen Vollzeitjob im Bereich Marketing und für die Gemeinde arbeite ich in den Bereichen Design und Marketing-Beratung. Nun bin ich auch dem Ruf gefolgt, bei GYC im Kommunikationsteam mitzuarbeiten. Außerdem bin ich verheiratet und habe einen einjährigen Sohn mit Namen Levi.

Dass ich die meiste Zeit mit diesen Verpflichtungen verbringe, ist die logische Folge. Früh am Morgen gehe ich zur Arbeit, bleibe bis spät in den Abend, komme nach Hause und arbeite weiter. Es sieht so aus, als ob die einzige arbeitsfreie Zeit die Sabbatstunden sind. Dies scheint dem heutigen Standard und der Kultur nicht zu wiedersprechen und vielleicht kommt es auch dir bekannt vor.

Biblisches Familienleben

Vor kurzem entdeckte ich ein Zitat von Ellen G. White:

Unser Wirken für Jesus beginnt in der eigenen Familie. ...Es gibt kein wichtigeres Missionsfeld als dieses. – Ein glückliches Heim, S. 20

Als ich dieses Zitat las, wurde mir wieder aufs Neue bewusst, dass es, wie bei so vielen Dingen, einen Unterschied zwischen unserer Kultur und Gottes Ideal für uns gibt.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als mir das Konzept des biblischen Familienlebens vor Augen geführt wurde. Noch bevor ich verheiratet war und es in ferner Zukunft lag, eine Familie zu haben, war das Konzept einfach und praktisch. Zum Beispiel wie die Beziehung zwischen Mann und Frau der Beziehung von Christus und der Gemeinde gleicht oder wie aus dieser Einheit ein Kind zur Welt kommt, dessen Beziehung zu seinen Eltern auch der Beziehung Gottes zu den Menschen entspricht.

Im Buch „Ein glückliches Heim“ heißt es:

“Nach der Geburt seines eigenen Sohnes erlebte Henoch noch etwas viel Wesentlicheres. Er trat in noch engere Beziehung zu Gott, denn er erkannte die Verpflichtungen und die Verantwortung eines Gotteskindes besser. Als er die Liebe seines Kindes erkannte und dessen argloses Vertrauen zum Schutz des Vaters sah, spürte er tiefes, zärtliches Verlangen nach diesem erstgeborenen Sohn. Da erst ging ihm die wunderbare Liebe Gottes zu den Menschen in der Hingabe seines Sohnes auf und das Vertrauen, das Kinder Gottes auf ihren himmlischen Vater setzen dürfen. (S. 102)

Was wenn Henoch zu beschäftigt gewesen wäre, um über dieses ausdrucksvolle Symbol von Gottes Liebe nachzudenken? Hätte er diese höhere Erfahrung machen können? Wäre er zu einer engeren Beziehung mit Gott hingezogen worden?

Ich bezweifle es!

Wenn wir an die Patriarchen der Bibel denken, dann haben wir oft ein Bild von rauen Männern im Kopf, die Krieg führen, über ihre großen Familien herrschen, ihr Vermögen vermehren und von Gott Botschaften empfangen. In einigen Fällen mag diese Beschreibung zwar zutreffen, aber im Leben von Henoch sehen wir noch einen anderen Aspekt. Er kam in eine engere Beziehung mit Gott durch die Zeit, die er mit seinen Kindern verbrachte! Das hört sich paradox an. Für unseren kulturellen Standard stimmt das, aber nicht für Gott.

Die Anwendung

Währendem ich diesen Blogeintrag schreibe, läuft mein Sohn um den Tisch herum, an dem ich arbeite. Er schaut mich mit Augen voller Fragen an, darauf wartend, dass ich ihm die Lektionen des Lebens lehre. Ich nehme ihn auf den Schoss und schreibe nun so weiter.

Meine Familie ist nicht das dritte Rad am Wagen; meine Familie ist der Wagen. Sie ist nicht das Letzte, für was ich Zeit einplane, wenn es schon fast keine freie Zeit mehr gibt. Nein, sie hat die erste Priorität.

Ich bin Gott sehr dankbar, dass er mir diese Konzepte letzte Woche wieder aufs Neue gezeigt hat.

Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sich selbst [oder seine Familie] verliert? – Lukas 9,25

Vielleicht bist du noch nicht verheiratet. Vielleicht hast du noch keine Kinder und fragst dich, wie du das nun anwenden sollst.

Lass mich dir sagen:
Jede Person auf diesem Planeten ist in eine spezifische Familie hineingeboren, die ihre Aufmerksamkeit benötigt.

Nimm dir diese Woche einmal extra Zeit, um sie mit deine Familie zu verbringen. Setze die Prioritäten in deinem Leben so, wie Gott sie von dir gesetzt haben möchte und bitte Ihn um die höhere Erfahrung, die Henoch erleben durfte.