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Entscheidungen zu treffen ist schwierig. Punkt. Allerdings hilfst uns Jana in dem zweiten Beitrag der Serie ´Das Lebenswerk´, über unsere Lebensentscheidungen in einer Art und Weise zu denken, die Gott in den Mittelpunkt stellen!

Das Lebenswerk: Die Entscheidung treffen.

Eine Entscheidung zu treffen war schon immer eine der schwierigsten und frustrierendsten Dinge, die ich tun musste. Es gibt Menschen, die leicht Entscheidungen treffen. Ich bin keiner von ihnen. Aber öfter stehen wir vor einer Entscheidung, die schwer zu treffen ist, und wir haben keine Ahnung, wie wir den besten Weg finden können. Oftmals sind diese Entscheidungen mit der Wahl eines Studienplatzes, der Suche nach einem Job, dem Werden eines Missionars, dem Versuch deine Stärken und einzigartigen Talente zu verstehen, der Suche nach einem Ehepartner oder das Verlassen deines Zuhauses verbunden.

Lasst uns ehrlich sein. Niemand möchte ein langweiliges, einfaches Leben leben, nur weil “es so getan wird”. Tief in unserem Inneren haben wir diese Gewissheit, dass es einen Zweck gibt, für den Gott uns geschaffen hat. Und das ist wahr. Gott selbst sagt, “denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, zu welchen Gott uns zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.” (Epheser 2,10) Entsprechend diesem und vielen anderen Versen in der Bibel hat Gott einen Plan, er hat einen Platz für dich!

Prima! Wir wissen das, stimmt´s? Wir haben es schon so oft von unseren Predigern am Sabbat gehört, und es frustriert uns fast, weil WIE kann ich verstehen, WAS dieser Platz ist oder diese Sache, die ich tun sollte und mein Leben widmen sollte? Habe ich nicht dafür gebetet, vielleicht sogar geschrien? Habe ich nicht versucht Antworten in der Bibel zu finden?

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Diese Fragen habe ich auch gestellt. Ich bin fest davon überzeugt, dass Gott den besten Plan für jeden hat, und dass jeder seinen Platz in Gottes Plan finden und sein Potential bis zum Maximum nutzen sollte. Ich möchte einige Gedanken teilen, die ich entdeckt habe, als ich mein eigenes Leben und das von anderen beobachtet und analysiert habe.

Ja, du solltest weiter beten und nach Gottes Willen in der Bibel suchen, du wirst dort Antworten finden! Aber gleichzeitig ist es sehr sehr wichtig, ehrlich mit dir selbst zu sein und die folgenden Fragen anständig zu beantworten.

1. Glaube ich wirklich, dass Gott möchte, dass ich glücklich bin? Glaube ich, dass rr besser weiß was ich brauche?
2. Möchte ich wirklich an einem Platz sein wo Gott mich haben möchte, mit meinem ganzen Herzen?
3. Bin ich bereit, meine Pläne zu verändern wenn Gott es möchte?

Diese Fragen sind so wichtig, weil sie unsere Beziehung mit Gott zeigen und alles dort beginnt. Wenn wir keine vertrauensvolle Beziehung mit Gott haben oder Ihn nicht als liebenden Vater sehen (vielleicht tun wir es in der Theorie, aber ich spreche über die Realität), können wir seinen Willen nicht für unser Leben wählen, weil wir das nicht wollen. Antworten auf diese Fragen beeinflussen auf direkter Weise unsere Handlungen und Entscheidungen. Manchmal beten wir für Gottes Führung, aber gleichzeitig haben wir Angst, dass er etwas geben wird, was wir nicht mögen oder wollen.

Was wenn ich diese Fragen nicht positiv beantworten kann? Bedeutet es, dass Gott mich nicht führen kann, und ich keine Hoffnung habe? Eine Entscheidung zu treffen ist schwierig. Aber wir können klein anfangen. Wir realisieren, dass es nicht vieles gibt, was wir kontrollieren. Das einzige was wir kontrollieren können, ist was wir auswählen. Wir können immer eine Entscheidung treffen, auch wenn die Antworten auf die oben genannten Fragen negativ sind. Wir können immer auswählen zu sagen: Gott, ich vertraue dir nicht, ich möchte dir nicht meine Träume geben, ich bin mir nicht sicher, dass deine Pläne die besten sind, aber ich möchte es wollen. Heute wähle ich, deinen Willen in meinem Leben zu wollen und zu begehren. Ich habe keine Kraft und keinen Willen das zu tun, aber ich gebe es dir, so gut ich kann.

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Mit unserer Wahl können wir Gottes Segen akzeptieren oder ablehnen, ein Werkzeug in seiner Hand sein oder seine Macht in unserem Leben abschalten. Unsere Entscheidung ist nicht die Kraft für Veränderung, es ist Gott der uns verändert, wenn wir wählen, ihm zu erlauben uns zu ändern.

Einige von uns können positive Antworten auf diese Fragen geben, aber wir haben immernoch keine Ahnung, was zu tun ist. Oft müssen wir nur eine Entscheidung treffen und einen Schritt vorwärts irgendwohin gehen, vertrauend darauf, dass Gott die Türen öffnen oder schließen wird und es uns wissen lassen wird - er wird es tun! Manchmal sind wir dazu gezwungen bloß geduldig zu warten, weiter zu beten und nach Antworten zu suchen. Vielleicht für eine lange Zeit. Manchmal gibt es für unser “warum” keine Antwort. Manchmal ist die Antworte einfach: Vertraue mir.

Das habe ich in den letzten Jahren gelernt, als Gott für mich Türen geöffnet und geschlossen hat. Ich habe das Gebet gebetet, wovor ich mich manchmal scheue:

Gott, dein Weg, nicht meiner.

Und tatsächlich war es sein Weg. Mein Weg war es auf eine Missionsschule zu gehen, und anschließend Biologielehrerin zu werden. Mein Weg war es, meinen eigenen Plan zu machen, mein eigenes Leben zu führen, und das zu machen, was sich für mich richtig anfühlt. Aber sein Weg für mich war es, in der Universität zu studieren, eine Informatiklehrerin zu werden, eine wundervolle Gruppe junger Menschen zu leiten und seine Liebe und Geduld zu erfahren, während mein Charakter zur Ewigkeit hin wächst. Es ist hart, ich werde es noch öfter sagen. Und es ist das Erfüllendste, was ich je erfahren habe. Aber es beginnt immer mit kleinen Entscheidungen; dieses Gebet zu sagen, ehrlich zu sein und Gott den Rest machen zu lassen.


Seit dem Moment, in dem Jana Jansone sich in Jesus verliebt hat sind fast 11 Jahre vergangen - die besten Jahre ihres Lebens. Derzeit besteht ihr Hauptdienst im Leiten von IMPACT Latvia und dem Dienen in ihrer örtlichen Gemeinde. Sie hat diesen Sommer ihren Abschluss an der Universität Latvia gemacht und arbeitet jetzt als Informatiklehrerin in einer öffentlichen Schule. Sie genießt ihren Job mit ganzem Herzen.